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Trauerbegleitung bei Verlust eines Kindes durch Fehl- oder stille Geburt

trauerbegleitung1Unendliche Trauer.
Leere.
Sinnlosigkeit.
Die quälende Frage „Warum??".
Wut.
Hass.
Neid auf Frauen mit Schwangerschaftsbauch oder Kind im Arm.
Scham.
Angst, den Verstand zu verlieren.
Ohnmacht.
Hilflosigkeit.
Der Wunsch, das eigene Leben aufzugeben, um dem Kind zu folgen.
Angst.
Verzweiflung.
Ablehnung der eigenen Weiblichkeit
Das Gefühl, versagt zu haben oder unfähig zu sein.
Ohne Zukunft.

trauerbegleitung2Kennen Sie einige oder alle dieser Gefühle? Gefühle, die Sie bedrohen, in Ihnen toben und in denen Sie unterzugehen drohen? Sie sind nicht verrückt und nicht allein! All das sind Gefühle und Gedanken, die nach dem Verlust des eigenen Kindes vollkommen in Ordnung sind. Begleitet werden diese Emotionen in der Regel von körperlichen Symptomen, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen usw. Sie tauchen auf, unabhängig davon, ob Sie Ihrem Kind „nur" ein paar Wochen ein Heim in Ihrem Bauch geboten oder es still zur Welt gebracht haben. Ihre Umwelt begegnet Ihnen häufig mit Ablehnung, Unverständnis, Schweigen oder „guten" Ratschlägen wie „Sei nicht traurig, du kannst ja noch ein Kind bekommen.", „Sei doch froh, dass ihr schon ein Kind/Kinder habt!", „Ihr seid doch noch jung.", „Das war doch nur ein Zellklumpen" und ähnlich verletzenden Bemerkungen. Familie, Arbeitskollegen, Freunde sind überfordert mit Ihrer Trauer und der Heftigkeit Ihrer Gefühle. Die Mehrheit meint es wirklich gut mit Ihnen und versucht, Trost zu spenden. Anderen fehlt schlichtweg das Einfühlungsvermögen, um sich in Ihre Situation hineinzuversetzen.

Wie soll man den Verlust des eigenen Kindes nachvollziehen? Ihrer Umgebung fehlen die Erinnerungen an Ihr Kind, die anderen haben Ihr Kind nicht gekannt, es nicht im Bauch gespürt, sich nicht überlegt, ob Sie einen Sohn oder eine Tochter bekommen, wie er oder sie einmal aussehen wird, welche Eigenschaften er/sie erbt. Und spätestens nach ein paar Trauerwochen soll das Leben seinen gewohnten Lauf nehmen. Das Loch spüren nur Sie.

Für Männer ist die Situation nicht minder schwer. Sie wollen ihren Frauen eine Stütze sein und drücken, um stark zu erscheinen ihre Trauer nicht aus. Im Beruf müssen sie sofort wieder funktionieren. Da Frauen und Männer so unterschiedlich trauern, kommt es oft zu Missverständnissen, weil die Frauen denken, ihren Männern wäre der Verlust gleichgültig. Partner müssen lernen, miteinander zu reden. Frauen können lernen, sich klar auszudrücken, ihre Gefühle mitzuteilen ohne an den anderen Erwartungen zu stellen und mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen zu begegnen.

trauerbegleitung3SeIch möchte Ihnen, einen geschützten Rahmen anbieten, in dem Sie sich Ihrem Schmerz stellen, mit anderen Betroffenen Ihre Erfahrungen teilen und Heilung erfahren können. Obwohl wahrscheinlich immer eine Narbe bleiben wird, können Sie anstatt an Ihrem Verlust zu zerbrechen, gestärkt daraus hervorgehen und nach einer Trauerzeit (die so lange dauert, so lange Sie es brauchen) mit Freude und Frieden im Herzen an Ihr Kind denken. Sie können lernen, zu spüren, dass Liebe den (physischen) Tod überdauert und wachsen in Dankbarkeit dafür, dass sie Eltern sind, auch wenn es andere nicht so wahrnehmen. Ich verneige mich tief vor Ihrer Trauer und achte Ihr Leid und Ihren Schmerz.

Hinweis: Mein Angebot besteht in einer Begleitung und ersetzt nicht die Behandlung eines Arztes, Heilpraktikers oder lizensierten Psychologen!

Seminar

Trauerbegleitung bei Verlust eines Kindes durch Früh- oder Todgeburt

Gemeinsam mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und Ihre Gefühle verstehen, können Sie all Ihren Gefühlen Ausdruck verleihen - in Gesprächen, Liedern, Tänzen, in Stille und Meditation. Wir gedenken Ihrer Kinder, sie bekommen den Platz in Ihrer Familie, der ihnen zusteht. Ich leite Sie an, mit Angst, Wut, Trauer, Schuld und Scham so umzugehen, dass die tiefen Wunden des Verlusts heilen können. Sie haben den Raum und die Zeit, zu sagen, was gesagt werden muss und werden mit Ihrem ganzen Sein angenommen. Die ersten 5 Abende verbringen wir im Kreis von Frauen, um uns Zeit für die Verletzungen zu nehmen, die speziell Sie betreffen (Misstrauen dem eigenen Körper gegenüber; das Gefühl, unfähig zu sein, ein Kind auszutragen; Ablehnung der Weiblichkeit usw.). Die anderen 5 Abende sind Ihnen als Elternpaar gewidmet. Sie haben einen geschützten Ort, in dem Sie sich durch Partnerübungen näherkommen, halten und trösten und einander verstehen können. Wenn Sie keinen Partner haben oder er nicht mitkommen möchte, suchen Sie sich einen anderen Menschen, dem Sie vertrauen und der für Sie da sein will.

  • maximal 8 (bzw. mit Partnern 16) Teilnehmer
  • 10 x 2 Stunden
  • davon an 5 Terminen nur Frauen, an den anderen 5 Terminen mit jeweiligen Partnern (oder Freundin, Schwester, ...)
  • 250 Euo plus 10 Euro pro Kursabend und Partner
  • Termina auf Anfrage

Einzelbegleitung

Natürlich begleite ich Sie auch gern in Einzel- oder Paarsitzungen.

 
Franziska Iwanow | E-Mail: franziska(@)praxis-phoenix.com | Tel: 0941 46520645 | Mobil: 0170 2433429